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Waldweg - Bäume
Waldweg - 1920
Aquarell, 27,5 x 15,5 cm
H. Nauen 20 signiert
Privatbesitz, Grevenbroich
Ausstellungen:
Commerzbank Krefeld, 1967
Burg Brüggen, 2001
Bäume - 1921
Aquarell, 28,5 x 16 cm
H. Nauen 21 signiert
Privatbesitz Grevenbroich
Ausstellungen:
Commerzbank Krefeld, 1967
Burg Brüggen, 2001
Die beiden thematisch verbundenen Aquarelle hingen im zweiten Dilborner Jahrzehnt im Schloss nah beieinander und sind bis heute - wie die Seiten 20 und 21 eines Buches - unzertrennlich geblieben.
Der "Waldweg"(1920), noch von starker Expressivität geprägt, wird von zwei Baumstämmen flankiert. Ihr starres Emporstreben steigert die Enge und Bedeutung des Weges. Förmlich explosiv und bedrohlich wirkt im Bildzentrum eine dunkle Baumgestalt, die mit den schneeweißen Kontrasten Unruhe verbreitet - eine innere Unruhe Nauens, der auf dem Höhepunkt der Ehekrise 1921 wohl seelisch belastet war.
Seelisch geknickte Baumstämme und eine Baumdiagonale prägen das Bild "Bäume" 1921. Der "Schlagbaum" droht unter einer Schneelast zusammenzubrechen und den Lebensweg zu versperren. Nur das warme Braun, das den kühlen Farbton von 1920 ablöst, lässt hoffen.
Nauens Weg führte ab 1920 von der Expressivität leuchtender Farben und abgrenzenden Kontrasten zur flächenhaften Beruhigung und inneren Ausgeglichenheit.
"In den Aquarellen und Zeichnungen Nauens wird das Spektrum eines Werkes sichtbar, das von Heiterkeit und Schwermut, Zerrissenheit und Harmonie, Kraft und Zartheit, Sinnlichkeit und Vergeistigung geprägt war, Eigenschaften, die die Werke in eine nicht immer aufgelöste Spannung bringen." Volker Adolphs, Retrospektive "Heinrich Nauen", Kunstmuseum Bonn, 1996.