Home
Irmgard Hackspiel Kindheit und Alter Große traurige Augen
Biografie
Dilborner Zeit
Seine Werke
Ihre Werke
Holzschnittserie
Porträts
Blumenstillleben
Rentei
Quellen
Impressum / Kontakt

Eine Porträtsitzung: Bildnis Irmgard Hackspiel

 

Irmgard Hackspiel
1919, Öl auf Leinwand,
70 x 60 cm,
M. v. M. signiert,
Privatbesitz , Celle
Erste Ausstellung 2001, Burg Brüggen
Siehe: Otto Lehmann, Dilborner Kunstblätter
(S. 76 - 80), 2001.

 

Die Mönchengladbacher Familie Leo W. Hackspiel hatte bis 1920/21 einen Sommersitz auf Schloß Dilborn., wo ein Kinderdutzend oft im Park spielte. Irmgard Hackspiel (1914 - 1995) wäre im Sommer 1919 gerne dabei gewesen, mußte aber leider im Atelier auf Schloß Dilborn sitzen. In einem Brief beschrieb sie rückblickend ihre mit Leiden verbundene Porträtsitzung, bei der das expressive "Bildnis Irmgard Hackspiel" entstand.

"Nun, Du kannst Dir wohl denken, wie ein quicklebendiges 5jähriges Kind leidet, wenn man es über viele Tage und Stunden in ein Atelier ‚sperrt', um es zu malen. - Einerseits sehnte ich mich nach draußen in den sommerlichen Park, in dem meine Geschwister herumtollten, und anderseits mußte ich miterleben wie das Künstlerehepaar Nauen sich stritt um Farbgebung, Pinseltechnik und Bildaufteilung in Bezug auf meine Person. (...) Man sieht auf dem Bild, wie das kleine Mädchen leidet. Der Rücken ist schon ganz krumm, in den Augen liegt die Sehnsucht nach dem sommerlichen Draußen, die Hände sind verkrampft verschränkt und das Mündchen verrät eine Spur von Qual."

Brief (Auszug) von Irmgard Hackspiel an Stefan Hackspiel, Sohn eines Vetters der Porträtierten, Sommer 1985
.