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Entartete Kunst

 

1937 war ein schwarzes Jahr für eine farbenfrohe Kunst, die der Nationalsozialismus als "entartet" aus den Museen entfernte.

"Aufgrund einer ausdrücklichen Vollmacht des Führers ermächtige ich hiermit den Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste, Herrn Professor Ziegler, München, die im deutschen Reichs-, Länder- und Kommunalbesitz befindlichen Werke deutscher Verfallskunst seit 1910 auf dem Gebiet der Malerei und der Bildhauerei zum Zwecke einer Ausstellung auszuwählen und sicherzustellen. Ich bitte, Herrn Professor Ziegler bei der Besichtigung und Auswahl der Werke weitestgehende Unterstützung zuteil werden zu lassen. (gez.) Dr. Goebbels."
Ermächtigung vom 30. Juni 1937, s. Hans Prolingheuer, Hitlers fromme Bilderstürmer - Kirche & Kunst unterm Hakenkreuz, S. 51 - 54, Köln 2001.

Ab dem 19. Juli 1937 wurden "ausgewählte Werke" (u. a. von Barlach, Dix, Feininger, Heckel, Kandinsky, Klee, Kokoschka, Nolde) in der Münchener Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt und anschließend öffentlich verbrannt oder in der Schweiz versteigert.

Nauen schrieb am 28. Juli 1937 an seine Tochter Nora:
"Nach den Ereignissen in München habe ich keine Hoffnung, an der Akademie zu bleiben."

Am 28. August 1937 fügte er hinzu:
"Da stehe ich als Untermensch und Volksverderber."
Retrospektive 1996, Kunstmuseum Bonn.


Siddi und Erich Heckel, 1914
Insgesamt musste Nauen durch die NS-Aktion den Verlust von 180 Bildern beklagen. Dazu zählten auch Werke aus der Kaesbach-Stiftung Mönchengladbach, u. a. das "Doppelbildnis Siddi und Erich Heckel", entstanden 1914 während eines mehrwöchigen Besuchs des Ehepaares bei Nauens auf Schloss Dilborn.

Auch einige Malachowski-Werke waren betroffen. So wurden aus dem Besitz der Stadt Gelsenkirchen mit dem Vermerk "Beschlagnahme. Abgangsdatum 24. 8. 1937" vier Arbeiten der Künstlerin entfernt und wahrscheinlich zerstört.
Neben ENTARTETE KUNST in München präsentierten die Nationalsozialisten 1937 ihre Ausstellung SCHAFFENDES VOLK in Düsseldorf.
Eröffnung durch Hermann Göhring am 7. Mai 1937.