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Grosse traurige Augen:
Bildnisse Paul Ferber und Margaretha Loibl

 

Der Höhepunkt einer reichen Porträtier-Phase im zweiten Dilborner Jahrzehnt war für Marie von Malachowski-Nauen die Zeit um 1928:

"Ich bin nun viel allein hier mit m. Mädchen, aber immer sehr beschäftigt, schöne Bilder zu schaffen (...). Voriges Jahr hatte ich eine Ausstellung in Gelsenkirchen, wo ich ein Porträt an das dortige Museum verkaufte (...)."
Marie von Malachowski-Nauen, Brief an Maria Assmann in Millendorf - Dilborn, 26.5.1929.


In dieser Zeit porträtierte die Künstlerin außer Johanna Wingen, deren Porträt sie verkaufte, Hans Christian Königs, Mathilde Ix - auch Paul Ferber und Margaretha Loibl, die beide gegenüber dem Schloß wohnten.


Besonders das "Kleines Mädchen mit der blauen Schürze", das Margaretha Loibl als 8jährige 1928 darstellt, "belegt eindrucksvoll, mit welchem Einfühlungsvermögen die Malerin die kindliche Psyche erfaßte und bildkünstlerisch umsetzte.(...) Übergroße, ängstlich beobachtende Augen beherrschen das blasse Gesicht."
Dr. Hildegard Reinhardt, Marie von Malachowski, 1998.

 

Margaretha Loibl
Margaretha Loibl, 1928
Öl/Lwd, 67,5 x 47,5 cm
Städt. Museum Mönchengladbach
Paul Ferber Paul Ferber, 1928
Öl/Lwd. 50 x 40 cm,
Privatbesitz, Hamburg

 

Es ist anzunehmen, daß die Bildnisse "Margaretha Loibl" und "Paul Ferber" zur Gelsenkirchener Ausstellung gehörten.:

"Es sind eigentümlich melancholische, ernste, unfrohe Kindergesichter, die uns da mit großen Augen voller Schmerzen anschauen."
Gelsenkirchener Zeitung, 1. Juli 1928

Marie von Malachowski-Nauen war eine hervorragende Porträtistin, zugleich auch eine Expressionistin, die Kinderseelen offenbarte.